Wenn die Rede von Baden im Kontext eines Ortes ist, wird oft das Land mit der Bezeichnung Baden gemeint. Dieses war in den Jahren zwischen 1806 und 1871 ein Staat, der über die vollständige Souveränität verfügte. Nach der Gründung des Deutschen Reichs im Jahre 1871 hatte Baden den Status eines Staates innerhalb Deutschlands. Heutzutage ist Baden offiziell nur noch ein Landesteil von dem Bundesland Baden-Württemberg.

Die Grenzen des in der Napoleonischen Zeit geformten Großherzogtums Baden blieben bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs bestehen. In der Zeit zwischen 1947 und 1952 existierte das Land Baden in einer etwas anderen Form. Durch die Besetzung der alliierten bestand das Land mit der Bezeichnung Baden zu dieser Zeit nur aus der südlichen Hälfte von Baden, auch als Südbaden bekannt.

Der nördliche Teil des Landes, Nordbaden, gehörte in dieser Zeit zu Württemberg-Baden. Im Jahre 1952 wurde anschließend das Bundesland Baden-Württemberg gegründet. Dieses neue und bis heute existierende und Bundesland umfasst die Regionen Südbaden, Württemberg-Baden und Württemberg-Hohenzollern.

Obwohl das Land Baden keine amtliche Relevanz mehr trägt, existiert in den Köpfen der Menschen ein besonders ausgeprägtes Bewusstsein, durch das sie sich als Badener oder Badner bezeichnen. Dies geschieht oft allein schon vor dem Hintergrund, um sich von der Landesregierung in dem württembergischen Stuttgart zu distanzieren. Die Menschen in Baden verfügen über einen überdurchschnittlich stark ausgeprägten Regionalstolz und pflegen ihre Traditionen.